Dienstag, August 29, 2006

Das vergessene Tal




Es war wieder soweit. Endlich wieder einmal Zeit gefunden für den Müssiggang.
Nach einem schlummrigen, in der Hängematte verbrachten Samstag war nun für den Sonntag ein kleiner Ausflug in das "vergessene Tal" im Entlebuch angesagt.
Nach einer zweistündigen Wanderung über einen Bergkamm sind wir angekommen. Der Fluss plätschert vor sich hin, glitzern da schon die Goldflitter? Schnell die Goldwäscherpfanne gezückt, rein mit dem Sand. Aber wie immer, durch unsachgemässe Bedienung des Werkzeugs, bleibt am Schluss lediglich eine Sammlung bestehend aus mikroskopisch kleinen... Steinen.
Nach diesen "rückenbrecherischen" Aktivitäten erkunden wir ein kleines Seitental, nur zugänglich über das Bachbett selber. Es endet an einer Felswand, darüber schiesst der Bach. Ein Wasserfall, Bilder wie im Regenwald.
Endlich Essen. Ein Feuerchen, ein Bratwürstli. Mit vollem Bauch machen wir uns daran, den Bach zu stauen. Natürlich gelingt dies nicht so recht, aber immerhin bildet sich ein kleiner Stausee, in dem es sich doch richtig planschen lässt.
Genug geplanscht, zurück geht es über einen steilen Waldweg wo man sich fragen muss: wann wurde dieser wohl das letzte Mal begangen?
Oben angelangt gelingt ein kleiner Schwatz mit einem, doch in einem ziemlich abgelegenen Gebiet wohnhaften, Bauern. Er zeigt uns Kühe, Hasen, Pferde, Geissen, Hühner, Katzen, Hunde. Welch ein vielseitiger Bauernhof, betreut vom bärtigen Alpöhi.
Weiter gehts, über den arg geschundenen, von Brombeeren übersäten Bergkamm. Noch kurz den Misthaufen fotografiert. Und schnell dem schwarzgelben Schmetterling nachgejagt.
Durch die hohle Gasse gehts runter ins Tal, über Felder ist dann doch eine Abkürzung. Endlich da.

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