
Nun wirds zum ersten mal etwas politsch im Entleblog.
Die neue Strasse am Schwandenholzstutz wird ja, wie aus den Medien bekannt, mit Granit aus China gebaut.
Ironie an:
Natürlich macht es Sinn, zu schauen, wo man am billigsten einkauft. Genauso machen wir es ja auch im Supermarkt. Poulet aus China, Kleider aus China, Spielsachen (jetzt vor Weihnachten wieder besonders hoch im Kurs), Elektronikartikel.
Warum dann halt nicht auch Granit! Wir armen Schweizer verfügen ja nicht über unendliche Ressourcen an Granit, ich meine, wo sollten wir diesen auch finden? Etwa in den Alpen? Aber natürlich nicht.
Lieber den Granit tausende Kilometer übers Meer transportieren, mit dem Laster in die Schweiz bringen, 1000 Tonnen Treibstoff in die Luft blasen, zwischendurch ein kleines Tankerunglück riskieren und dazu noch ein korruptes Regime wirtschaftlich unterstützen.
Ironie aus:
Natürlich ist die Luzerner Regierung bei der Auftragsvergabe an Vorgaben aus den WTO/GATT Abkommen gebunden. Das wirtschaftlich billigste Angebot muss dabei den Zuschlag erhalten. Wo bleiben da die ökologischen Bedenken! Ich bin sicher, hätte man ein wenig nachgeforscht, wäre sicher die ein oder andere Lücke im GATT-Abkommen zu nutzen gewesen.
Zitat Regierungsrat (gem. NLZ):
"Der Preis der einzelnen Materialien spiele somit eine untergeordnete Rolle und sei in keiner Weise ausschlaggebend für den Zuschlag, hält der Regierungsrat fest."
Na also, wenn der Preis keine Rolle spielt, wieso dann nicht den Zuschlag an eine inländische Firma geben?
Das regt schon ein wenig zum Nachdenken an. Ob politisch rechts oder links, Sinn macht eine solche Aktion nicht, und schon gar nicht für ein "BIO"-sphärenreservat!
